Samstag, 29. April 2017

Das etwas andere "Kochrezept" - Achtsam eine Rosine essen

Auf unserem Blog stellen wir euch regelmäßig leckere Rezepte vor: Comfort-Food-Nudeln und Marzipancupcakes zum Beispiel. Heute wollen wir uns aber mal nicht dem Kochen widmen, sondern dem, was danach kommt und uns eigentlich die meiste Freude bereitet – dem Essen!

Hand aufs Herz: Wann hast du dich das letzte Mal hingesetzt und einfach nur gegessen? Ohne dabei auf deinem Smartphone zu tippen oder halb die Fernsehnachrichten zu schauen? Wann konntest du dir zuletzt richtig Zeit nehmen, um deine Mahlzeit zu genießen? Die meisten von uns haben diesen Luxus höchstens am Wochenende. Werktags muss ein Brötchen auf die Hand als Frühstück reichen, das Mittagessen sollte in einer halben Stunde in der Kantine verdrückt werden. Oder die Kinder kommen hungrig aus der Schule und wollen jetzt sofort etwas haben – aber die kleine Tochter isst nur Nudeln ohne Sauce, der große Sohn mosert, wenn nicht genug Fleisch auf dem Teller ist, und der Ehemann ruft an, dass er jetzt doch eine halbe Stunde zu spät kommt. Oft schaufeln wir die Nahrung einfach nur in uns hinein, um satt zu werden und uns schnell der nächsten Aufgabe auf dem Tagesplan widmen zu können.

Gesunde Ernährung ist momentan ein Trendthema. Viele achten auf das, was sie essen, aber den wenigsten ist bewusst, dass es auch eine Rolle spielt, wie man isst.

Ich möchte dir eine kleine Übung vorstellen, die dir helfen kann, deine Nahrung mit mehr Achtsamkeit zu essen. Alles, was du dafür brauchst, sind ein paar Minuten Zeit und eine Rosine. Wenn du Rosinen nicht leiden kannst, tut es auch ein anderes Trockenobst, eine Beere oder eine einzelne Nuss. Wichtig ist, dass es etwas Kleines, Unscheinbares ist – Pralinen würden dich zu sehr von der Übung ablenken ;-)

Nimm dir für diese Übung etwa zehn Minuten Zeit. Sorge dafür, dass du in dieser Zeitspanne nicht gestört wirst, auch nicht von deinem Handy. Setzte dich bequem, aber aufrecht hin. Zehn Minuten können sich sehr lang anfühlen, wenn man meditiert. Versuche wirklich, dir für jeden Schritt mindestens eine Minute Zeit zu nehmen.


  1. Lege die Rosine in deine Hand.
  2. Betrachte die Rosine, so als würdest du zum ersten Mal im Leben eine Rosine sehen. Welche Farbe hat sie? Wo sind Vertiefungen? Spiegelt sich das Licht irgendwo? Versuche wirklich, dieses Nahrungsmittel mit Neugier anzusehen.
  3. Berühre die Rosine mit einem Finger. Wie fühlt sich die Oberfläche an? Ist sie glatt, runzlig, klebrig? Gibt sie nach, wenn du auf sie drückst? Du kannst die Augen schließen, um diesen Teil der Übung intensiver zu erfahren.
  4. Führe die Hand mit der Rosine zu deiner Nase und schnuppere. Wonach riecht die Rosine? Beobachte, ob du jetzt schon Lust bekommst, sie zu essen. Du musst dich noch ein bisschen gedulden.
  5. Stecke die Rosine zwischen deine Lippen. Wie fühlt sich das an? Lasse sie nach einigen Momenten sanft in deinen Mund gleiten. Welche Bewegungen macht deine Zunge jetzt? Wie fühlt sich die Rosine in deinem Mund an?
  6. Beiße vorsichtig auf die Rosine. Wie verändert sich der Geschmack? Läuft Saft aus ihr heraus? Wie reagiert der Rest deines Körpers, dein Magen?
  7. Wahrscheinlich wirst du jetzt den Impuls spüren, die Rosine zu schlucken. Nimm diesen Impuls bewusst war und gib ihm nicht gleich nach. Dann schlucke die Rosine und beobachte, wie sie nach unten in deinen Magen wandert.
  8. Beobachte deine Gedanken. Wie hat es sich angefühlt, die Rosine so zu essen? Möchtest du am liebsten gleich noch eine essen? Wie bewertest du den Geschmack? 

Zuerst mag es sich komisch anfühlen, etwas so Banales wie eine Rosine so "umständlich" zu essen. Wahrscheinlich wirst du zwischendurch mit den Gedanken abdriften. Das ist ganz normal. Unser Kopf ist zum Denken gemacht. Es geht beim Meditieren nicht darum, das Denken komplett zu stoppen. Stattdessen üben wir, unsere Gedanken wahrzunehmen, ohne auf sie einzugehen. Wenn du also merkst, dass du mit dem Kopf ganz woanders bist, dann ärgere dich nicht darüber, sondern komme einfach zurück zu deiner Rosine.

Wenn du diese Übung hin und wieder durchführst, wirst du bemerken, dass du dein Essen mit anderen Augen betrachtest. Vielleicht stellt sich mit der Zeit eine gewisse Dankbarkeit ein für das, was du heute wieder auf dem Teller hast. Vielleicht beginnst du, dein Essen mehr zu genießen – selbst, wenn es nur eine kleine Rosine sein sollte.


Ich wünsche dir viel Erfolg mit der Übung und guten Appetit!

Susanne Halbeisen schreibt nicht nur Romane, sondern unterrichtet auch Meditation im Raum Wien. Auf ihrer Webseite und auf ihrer Facebookseite könnt ihr euch über ihr Angebot informieren.

Rezept für leckere Burger

Lieblingsrezepte der Romance Alliance


Von unserer Autorin Bettina Kiraly kommt heute ein Rezept für selbstgemachte Burger, die wesentlich appetitlicher ausschauen als die vom Fastfood-Restaurant und gar nicht so schwer zu machen sind:

So ein saftiger Burger ist ja eines meiner Lieblingsgerichte. Und da spreche ich nicht von den Exemplaren einer bekannten Fastfoodkette, sondern von den selbst auf dem Grill oder in der Pfanne gemachten. Das Rezept ist noch dazu super einfach.

Was ihr an Zutaten für vier Personen braucht:
Burgerbuns (die kaufe ich ein, aber es gibt dafür auch Rezepte im Internet)
750 g Faschiertes (für die Nicht-Österreicher unter uns: Hackfleisch)
Salatblätter
Tomaten
rote oder gelbe Zwiebelringe
Ketchup
Rapsöl
Salz, Pfeffer

Das Faschierte einfach nur salzen und pfeffern und gut durchmischen. Damit die Patties auch schön gleichmäßig werden, verwende ich eine Pattiepresse. Meine hat einen Durchmesser von ca zehn Zentimetern. Damit sind die Patties schnell geformt und werden gleichmäßig durchgebraten.

 
Ein wenig Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Patties darin auf beiden Seiten zwei, drei Minuten anbraten.





In der Zwischenzeit die Buns aufschneiden und bei niedriger Hitze im Ofen anwärmen. Beim Schichten darauf achten, dass zuerst dein Salatblatt unten liegt, damit der untere Teil des Buns nicht die Flüssigkeit des Burgers aufsaugt. Dann kommt das Pattie, darauf Tomaten, Zwiebelringe und einen Klecks Ketchup. Fertig.



Tipp: Meine Kleine mag die Burgerbuns nicht so gerne. Sie bekommt die Salatblätter auf einen Teller, sodass sie Flügel bilden. Das Pattie in der Mitte mit Augen und Mund aus Ketchup verzieren und Tomatenscheiben als Ohren. So kann ich auch sie für Burger begeistern.


Ups. Schon verputzt. Ich hoffe, es schmeckt euch genauso gut! Mahlzeit!

Mittwoch, 26. April 2017

Rockerbräute aufgepasst! Es gibt was auf den Reader!

Für alle, die es rockig mögen, gibt es jetzt etwas Neues von unserer Autorin Natascha Kribbeler:

Rockerbraut



Paul kann es nicht fassen: Hat seine Freundin Pia ihn wirklich verraten, über seinen Betrug bei der Bank geplaudert? Als sie unerwartet wegläuft und untertaucht, sieht er seinen Verdacht bestätigt. Voller Wut macht er sich auf die Suche nach ihr. Dabei hilft ihm Pias ehemalige Kollegin Bine, die allerdings nicht ahnt, wie gefährlich Paul ist. Als Erik Pia zum ersten Mal sieht, ist er sofort fasziniert von ihr. Sie scheint aus einer vollkommen anderen Welt zu kommen als er, der vorbestrafte Biker. Ihre Frechheit und Andersartigkeit ziehen ihn magisch an, und es gelingt ihm, Pias Herz zu gewinnen. Doch dann wird Pia überfallen, Unbekannte beschädigen die Motorräder des Clubs, und Pia wird anonym bedroht. Ist Paul ihr auf die Spur gekommen? Oder droht Gefahr von ganz anderer Seite?

Buch als Mobi kaufen

Dienstag, 25. April 2017

Interview mit Julia Eisele vom Eisele-Verlag

Wir von der Romance Alliance möchten euch interessante Einblicke in den Literaturbetrieb geben und interviewen deshalb in der kommenden Zeit Verleger, Buchblogger und Agenten. Heute habe ich das Vergnügen mit Julia Eisele sprechen zu können. Bisher seit sieben Jahren Programmchefin Taschenbuch bei Piper und seit 2011 zusätzlich fürs Pendo-Hardcover verantwortlich, hat sie den Schritt gewagt und in München einen eigenen Verlag gegründet. Im Herbst geht der Eisele Verlag mit seinem ersten Programm an den Start. 


Bild: Irène Zandel
Romance Alliance: Liebe Julia. Ein mutiger und sicher wohlüberlegter Schritt. Was hat dazu geführt?

Mit Ende vierzig kommt man wohl in das Alter, in dem man sich fragt, was im Leben noch alles kommen mag. Ob alles so weitergehen soll wie bisher, oder ob man noch mal was ganz Neues beginnen möchte. Bei mir war es so, dass ich meinen Beruf zwar immer geliebt habe, ich aber dennoch den Wunsch nach mehr Eigenständigkeit, Unabhängigkeit verspürte und gleichzeitig die Lust auf ein neues Abenteuer. Und ich glaube, ich war nie die klassische Angestellte, ich habe keine Angst, Verantwortung zu übernehmen.

Romance Alliance: Du hast schon im vergangenen Jahr Abschied vom Piper Verlag genommen. Im Herbst geht dein Verlag an den Start. Wie viel Arbeit lag für dich dazwischen?

Wie viel Arbeit so eine Verlagsgründung ist, habe ich ehrlich gesagt ein bisschen unterschätzt. Vier Bücher zu machen, sie zu akquirieren, zu lektorieren etc., ist ja noch überschaubar, aber es gibt so viele andere Dinge zu tun, vieles davon auch zum ersten Mal. Und obwohl ich so tolle Partner habe wie die Ullstein Buchverlage im Vertrieb, Politycki & Partner in der Presse und ein wunderbares Grafikbüro, bleibt noch wahnsinnig viel übrig, das einem niemand abnehmen kann.

Romance Alliance: Gab es Hindernisse oder Schwierigkeiten, mit denen du nicht gerechnet hattest, oder lief für dich alles ohne größere Aufreger?



Eigentlich lief bisher alles viel besser, als ich es je zu hoffen gewagt hätte. Ich habe einen großartigen kaufmännischen Geschäftsführer an meiner Seite, der mich nicht nur in finanziellen, sondern eigentlich allen Belangen berät und unterstützt, Ullstein ist sogar von sich aus auf mich zugegangen und macht jetzt sehr engagierte Vertriebsarbeit und produziert meine Bücher auch, die Zusammenarbeit mit dem Pressebüro läuft prima, ich habe sogar schon die Taschenbuchrechte eines Buches aus meinem ersten Programm für eine erfreuliche Summe an einen großen Publikumsverlag verkaufen können ... Manchmal denke ich, es müsste jetzt rein statistisch mal was richtig schiefgehen, aber bisher ist das zum Glück noch nicht passiert.

(Die Romance Alliance drückt die Daumen, dass es so bleibt. :-))
 

Romance Alliance: Der Markt ist heiß umkämpft und die Konkurrenz groß. Warum hat dem Literaturbetrieb der Eisele Verlag noch gefehlt?

Weil es zu wenig unabhängige Verlage gibt und man den Markt nicht kampflos den großen Konzernverlagen überlassen sollte. Weil es zu viel Austauschbares gibt und sich Leser und Autoren sorgfältig und mit Liebe gemachte Bücher wünschen. Weil sich, wenn es mit dem Eisele Verlag klappt, in Zukunft vielleicht noch mehr Leute (insbesondere Frauen) trauen, sich auf die eigenen Füße zu stellen.

Romance Alliance: Vom Logo über die Webseite über die Covergestaltung und die Auswahl der Bücher, man gibt sich ja eine gewisse "Corporate Identity" und muss viele Entscheidungen treffen. Was, würdest du sagen, ist für dich der rote Faden bei all diesen Entscheidungen gewesen?

Mein Motto lautet: Die Professionalität der Großen, kombiniert mit dem Wagemut der Unabhängigen. Mir ist es wichtig, authentisch zu sein, hinter jedem Projekt, das ich realisiere, voll und ganz zu stehen, meinem Verlag ein menschliches Gesicht zu geben. Nur wenige Bücher zu machen, die aber sehr sorgfältig. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch nicht am Markt vorbei publizieren, sondern habe durchaus den Willen zum Erfolg. Und ich möchte bewusst nicht als Nischen- oder Kleinverlag wahrgenommen werden, sondern als jemand, der auch mit den großen Publikumsverlagen konkurrieren kann.

 
Romance Alliance: Als Autorengruppe sehen wir natürlich mit Wohlwollen, dass mit Hanni Münzer (Honigtot, Marlene) und ihrem Roman Solange es Schmetterlinge gibt eine Autorin Einzug ins Programm hält, die als Selfpublisherin gestartet ist und die von dir entdeckt und aufgebaut wurde. Wir haben den Eindruck, Verlagen fehlt manchmal der Mut, eigene Entdeckungen zu machen. Wie erzielt man ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Mut zum Risiko und Sicherheitsdenken?


Das ist eine sehr gute Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist. Das Verlegen hat per definitionem viel mit Mut zum Risiko zu tun, weil man eben vorher nie wissen kann, ob ein Buch ein Erfolg wird oder nicht. Daher ist es so wichtig, dass man an seine Projekte glaubt, sonst kann man sie auch nicht überzeugend nach außen vertreten. Und das wiederum hat viel mit Intuition und Bauchgefühl zu tun. Wer zu sehr auf Sicherheit setzt, also auf die Wiederholung von Erfolgen oder die Nachahmung von Moden, vermeidet vielleicht ganz krasse Flops, hat aber auch weniger Chancen auf den ganz großen Erfolg. Denn so richtig durch die Decke gehen meist innovative Stoffe, nicht das schon Dagewesene. Und wie gesagt: Was bedeutet Sicherheit im Buchgeschäft? Die gibt es eben nicht. Das ist ja aber auch das Spannende daran, das, was es so reizvoll macht.

Romance Alliance: Eine Fee erscheint und du darfst dir eine/n Wunschautor/in für dein nächstes Programm wählen - keine Einschränkungen - auf wen würde deine Wahl fallen?

Zunächst einmal habe ich das Glück, dass alle vier Bücher meines ersten Programms absolute Wunschbücher sind, ich habe da keine Kompromisse gemacht. Zu den Autoren, die ich davon abgesehen in letzter Zeit am liebsten gelesen habe, zählen Jane Gardam, Joachim Meyerhoff, Chimananda Ngozi Adichie, Tomas Espedal, John Williams und einige andere.


Romance Alliance: Wusstest du eigentlich schon immer, dass du später mal im Literaturbetrieb arbeiten möchtest?

Mir kommt es jetzt so vor, zumal ich tatsächlich als Kind schon Lektorin werden wollte, ohne genau zu wissen, was das eigentlich ist. Aber ganz so stromlinienförmig ging es dann nicht. Ich habe während meines Studiums viel bei Fernsehsendern und auch bei einer Fernsehproduktion gejobbt und kann mich erinnern, dass es durchaus eine Zeit gab, wo ich zwischen dem Verlagswesen und einer Stelle beim Fernsehen schwankte. Und ein bisschen Glück muss man immer haben; meins war, dass ich eine Stelle als Lektoratsassistentin im Goldmann Verlag angeboten bekam, die mir Karl-Heinz Bittel, der damalige Programmleiter des Knaus Verlags, vermittelt hat. Dafür bin ich ihm bis heute dankbar.

Romance Alliance: Ihr startet mit einem kleinen aber feinen Programm. Suchst du aktuell eigentlich noch Autoren oder bist du gut versorgt?

Natürlich suche ich Autoren! Besonders gern würde ich auch mehr deutsche Autoren publizieren, aber ich bin sehr wählerisch. Und ich kann (noch) keine riesigen Vorschüsse zahlen.

Romance Alliance: Wie schnell weißt du, ob ein Manuskript etwas für den Eisele-Verlag ist und was sind deine Hauptkriterien?

Mein Hauptkriterium ist meine persönliche Begeisterung. Die ist das allerwichtigste, ohne die geht gar nichts. Und ich muss dem Buch gewisse Verkaufschancen zutrauen, sonst nützt die größte Liebe nichts. Generell lese ich sehr gerne Bücher, die zwischen guter Unterhaltung und dem, was man so „Literatur“ nennt, angesiedelt sind. Also besondere Erzählstimmen jenseits der Massenware, die aber zugänglich und emotional bewegend sind.

Romance Alliance: Wie stellst du dir deinen Verlag in fünf oder zehn Jahren vor?

Eigentlich fast so wie heute. Im Moment möchte ich den Verlag klein halten und nur wenige Bücher machen, also 8 bis 10 pro Jahr. Ein kleines, feines Programm.

Romance Alliance: Sozusagen als Flaggschiff des Herbst-Programms geht Die Farbe von Milch der britischen Dramatikerin und Autorin Nell Leyshon an den Start. (Übrigens ein traumschönes Cover!) Was hat dich für diesen Roman eingenommen und warum sollte man ihn unbedingt lesen?
 

Die Farbe von Milch ist für mich ein Glücksfall, weil es genau das verkörpert, was ich an Büchern liebe. Die Erzählstimme ist absolut außergewöhnlich und aufregend, die Geschichte fesselnd, emotional, geradezu bestürzend. Der Leser versetzt sich ganz und gar in den Kopf der Erzählerin, eines jungen Bauernmädchens, das in den Haushalt eines Pfarrers geschickt wird und dort einen Kulturschock erlebt, der tödliche Folgen hat. Ein Buch mit Anspruch, das dennoch hervorragend unterhält.

Romance Alliance: Als dritten Roman im Programm finde ich Signor Rinaldi kratzt die Kurve des italienischen Autors Lorenzo Licalzi, eine tragikomische Road-Novel bei dem Jung und Alt mit ihren Lebenswelten und Vorstellungen aufeinanderprallen. Was ist für dich der besondere Reiz an Road-Movies/Road-Novels? Warum funktionieren sie so gut?

Ich bin gar nicht sicher, ob Road-Novels per se so gut funktionieren. Es hat in jüngerer Vergangenheit zwar ein paar große Erfolge in der Road-Novel gegeben, allen voran sicher „Tschick“. Aber ich erinnere mich an sehr viele Geschichten von unterwegs, die sich nicht gut verkauft haben. An Signor Rinaldi kratzt die Kurve hat mich eher der Charakter des alten Mannes und seine persönliche Entwicklung interessiert als die Tatsache, dass der Roman hauptsächlich auf einer Reise von Genua nach Rom spielt. Und auch hier wieder: Eine sehr besondere, ebenso witzige wie kluge Erzählstimme. Die italienische Atmosphäre, die verschiedenen Schauplätze sind da eher das i-Tüpfelchen.

Romance Alliance: Mit Haim Shapiras' Glück und andere Kleinigkeiten von absoluter Wichtigkeit ist auch ein Sachbuch dabei. Was bedeutet für dich persönlich denn "Glück" und hat das Buch deine Sicht auf das Thema verändert?
 

Die Hauptaussage von Shapiras  Buch ist, dass es kein allein seligmachendes Rezept für das Glück gibt, sondern dass das jeder für sich alleine herausfinden muss. Das ist das Schwierige, aber auch das Schöne im Leben: diese Reise, auf der man nach und nach immer mehr über sich selbst herausfindet und das, was einem gut tut. Ich glaube, ich bin selbst eher ein Spätzünder, was mein persönliches Glück betrifft. Mir geht es jetzt viel besser als vor, sagen wir, 20 Jahren. Mich macht derzeit meine Arbeit besonders glücklich, und die Menschen, die mir wichtig sind und denen ich mich verbunden fühle.

Romance Alliance: Hand auf's Herz … Auf einer Skala von 1 bis 10, wie nervös blickst du auf den Start im Herbst?

Ich würde sagen 5. Ich bin nicht besonders nervös, eher freudig aufgeregt. Und ich bin sehr optimistisch.

Wir von der Romance Alliance drücken fest die Daumen und wünschen viel Glück und Erfolg und hoffen, dass sich der Mut und die viele Arbeit auszahlen. Wir freuen uns auf viele schöne Programme aus dem Eisele Verlag.

Dankeschön, wie nett von Euch! Und ich danke für Euer Interesse und die Möglichkeit des Interviews. Immer gerne wieder.

Sonntag, 23. April 2017

(Nicht nur) für Einhornfans: Neuerscheinung



Bei unserer Autorin Jessie Weber gibt es etwas Neues. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen hat sie sich in einer "Einhorn"-Anthologie verewigt. Aber lest selbst:

Mörderische Bestien und wagemutige Helden. Verrückte Wissenschaftler und tödliche Maschinen. Einfallsreiche Kreaturen und unerklärliche Phänomene.
Nie war die Welt der Einhörner bunter, als die Einhorn-Akten jetzt offenbaren.
In dieser außergewöhnlichen Sammlung von 23 Geschichten rund um das verkannteste Wesen der Weltliteratur wirst du alles finden: Wahrheit und Wahnsinn, Evolution und Revolution, Abenteuer und Ungeheuer, Zauber und Zorn, Hoffnung und Verzweiflung, Magie und Märchen.
The U-FIles: Die Einhorn Akten. Anders, einzigartig, erschreckend.

Buch kaufen
Produktinformationen:
Talawah Verlag
23.04.2017
ISBN: 978-3-9817829-6-7
Softcover: 380 Seiten
Ebook entspricht ca. 360 Seiten

Das war unser Meet&Greet bei der LBM2017 in Bildern

Bei der Leipziger Buchmesse 2017 hat sich die Romance Alliance am Samstag von zehn bis zwölf Uhr beim Stand von Skoutz eingemietet. Vielen Dank an dieser Stelle für das herzliche Willkommen.  Beim heurigen Meet&Greet haben wir uns Postkarten, Flyer und Leseproben unserer Bücher bereitgestellt. Außerdem gab es kleine Goodie-Tüten. Wir haben uns riesig über die vielen Besucher gefreut.
Welche unserer Autorinnen mit dabei waren? In order of appearance: Susanne Halbeisen, Lara Kalenborn, Katherine Collins, Jessie Weber, Dorothea Stiller und Bettina Kiraly.
Und jetzt gibt es noch ein paar Bilder (danke an Skoutz für's fleißige Fotografieren):

Am Skoutz Stand mit Susanne Halbeisen

Susanne Halbeisen und Lara Kalenborn
 
Lara Kalenborn und Susanne Halbeisen

Lara Kalenborn und Susanne Halbeisen

Katherine Collins

Susanne Halbeiesen
 
Katherine Collins
 
Katherine Collins

Jessie Weber, Dorothea Stiller, Nadine Nadine, Bettina Kiraly

Dorothea Stiller, Nadine Nadine, Bettina Kiraly


Jessie Weber, Bettina Kiraly, Susanne Halbeisen, Dorothea Stiller

Samstag, 22. April 2017

Bettinas schnelle Schokocupcakes

Zutaten für die Muffinmasse:
250 g weiche Butter
250 g Kristallzucker
240 g Mehl
10 g Kakao
1/2 Tütchen Backpulver
1 Prise Salz
4 mittelgroße Eier
4 Eßlöffel Milch

Die Masse reicht für 24 Muffinförmchen. Doch ich mache meist die doppelte Menge. Sie sind einfach so lecker 😊.


Alle Zutaten ohne der Milch zu glattem Teig verrühren. Dann die Milch untermischen. Ich gebe auch gerne backstabile Schokotröpfchen in die Masse.


In 24 Muffinförmchen füllen. Bei 190 Grad ca 20 Minuten backen. Danach abkühlen lassen.

Zutaten Schoko-Frosting:
100 g Zartbitterschokolade
200 g weiche Butter
250 g gesiebter Puderzu ker

Schokolade in der Mikrowelle schmelzen und wieder abkühlen lassen. Butter schaumig schlagen. Danach langsam Schokolade und Puderzucker unterrühren. Mit einem Buttermesser auf den Muffins verteilen und nach Belieben dekorieren.


Diese Schokocupcakes lassen sich übrigens ganz einfach laktosefrei herstellen. Gutes Gelingen!

Dienstag, 18. April 2017

Aktuell im Angebot!

Der Jugendroman "Herzschmerz und Pommes Frites mit Essig" unserer Autorin Katharina Stiller (aka Dorothea Stiller) ist aktuell für nur € 0,99 zu haben statt für € 2,99!

Überall, wo es E-Books gibt, zum Beispiel bei:
Amazon
Weltbild








Die 16-jährige Kristin verbringt ein Austauschjahr in England. Die fleißige, gewissenhafte Schülerin hofft, in der neuen Umgebung endlich ihr braves Image abwerfen zu können und ihren Liebeskummer zu überwinden. Mit der Zeit findet sie nicht nur neue Freunde und lebt sich in England ein, sondern kommt sich selbst und ihren wahren Wünschen näher, während sie auch die Liebe neu entdeckt. Dabei sorgt vor allem ein heimlicher Verehrer, der sie zu einer romantischen Schnitzeljagd einlädt, für Chaos in ihrem Leben und ihren Gefühlen.

Wen küsst hier wohl die Muse? #1



Die Romance Alliance lässt tief blicken: und zwar in unsere bevorzugten Arbeitsplätze. Hier seht ihr den Arbeitsplatz einer unserer Autorinnen und erfahrt ein bisschen darüber. Wer könnte an diesem Platz seine Werke verfassen? Ratet einfach mit. Am Ende findet ihr einen Text, der euch zur Auflösung leitet. 

Lange Zeit besaß ich nicht einmal mehr einen PC. Meine Arbeiten erledigte ich vom Laptop aus oder ich schrieb auf meinem Samsung-Pad. Allerdings nahm irgendwann das Chaos überhand. Ich hatte so viel Papier mit Informationen, dass ich nur noch am Suchen war. Mein Samsung beschwerte sich, keine Speicherkapazität zu haben und mein eigentlich nicht so alter Laptop gab den Geist auf. Etwas Festes musste her – ein PC. Haken an der Geschichte: Ich hatte seit meinem Umzug ins beschauliche Vest keinen Schreibtisch mehr. Nach drei Umzügen in fünfzehn Jahren hatte es ihn zerlegt. Dabei hatte ich ihn so geliebt. Er begleitete mich schon in meiner Jugend, war riesengroß und genau das Richtige für mich Chaosqueen. Da ich so gewohnt war, auf der Couch zu arbeiten und mein Arbeitsgerät überall mit hinzunehmen, fällt es mir immer noch schwer, am PC zu arbeiten. Ich bin online am Schreibtisch – nur am Schreibtisch, aber tatsächlich schreiben tue ich hier nicht. Trotz neuem Sessel ist es immer noch unbequem und erinnert mich auch etwas zu sehr an meinen Brotjob, bei dem ich ohnehin vier Stunden am Tag am Schreibplatz sitze und Daten eingebe.
Demnach ist mein Schreibtisch immer noch mehr Ort für Offizielles und Recherche, als tatsächlicher Schreibort.
Eigentlich hätte ich also meine Couch fotografieren müssen … Aber, da ich täglich ebenso viel Zeit mit offiziellen Dingen verbringe, wie mit dem Schreiben, bekommt ihr ihn trotzdem zu sehen.
Er steht auch direkt neben der Couch, sodass ich meine Pinnwände und Unterlagen immer griffbereit habe.


Um zu erfahren, ob ihr richtig geraten habt, folgt diesem Link:
Dieser Arbeitsplatz gehört … 

Montag, 17. April 2017

Neuerscheinung "Paula und der Mann aus Stein" von Lara Kalenborn

Liebesroman mit fantastischen Elementen.
"Paula und der Mann aus Stein" oder "Wie man Dorf-Zicken überlebt" ist der zweite, unabhängige Band in Laras Liebesroman-Reihe "Pfälzische Liebe" und wartet wieder mit ganz viel Romantik, Humor und Herz auf.

Die Illustratorin Paula lebt mit ihrem Sohn Jonathan in dem winzigen Dorf Seligheim in der Südpfalz und hat sich daran gewöhnt, dass schlecht über sie gesprochen wird, weil ihr Mann sie sitzen ließ und sie gerne barfuß Geige spielt. Doch als auf dem Nachbargrundstück das Steinmetzgeschäft neu eröffnet wird und Paula an dem jungen, wie aus Granit gemeißelten Handwerker Kalle Gefallen findet, stört es sie plötzlich, dass die Zicken-Riege des Dorfes sie auf dem Kieker hat. Besonders als auch Jonathan beginnt, den kräftigen Steinmetz in sein Herz zu schließen, muss Paula etwas gegen das Gerede tun. Kaum hat sie sich jedoch gegen die Läster-Schwestern zur Wehr gesetzt, kündigt sich schon die nächste Schwierigkeit an, die ihre zarte Bindung zu Kalle auf die Probe stellt.

Link zum Buch auf amazon.
Bei Thalia.

Sonntag, 16. April 2017

Frohe Ostern wünscht die Romance Alliance mit schnellen Osterbildern

Heute noch Oster-Abdrücke machen


Last Minute Ostergeschenk für Spätentschlossene


Was ihr braucht:
-    Aquarellstifte oder Fingermalfarbe
-    Papier
-    Zwei Füße und eine Hand



Was ihr noch braucht:
-    Ein Glas Wasser
-    Ein Handtuch
-    Ein unkitzeliges Kind




Für das „Möhrige Ostern“- Bild:
Am besten setzt ihr euch die Lütte mit nackten Füßen auf den Schoß. Papier bereithalten. Dann die Farbe unters Füßchen bringen. Das ist ein bisschen kniffelig, denn meine Tochter ist ziemlich kitzelig. Da hilft nur Schnelligkeit. Den Stift ein paar mit der Spitze ins Wasser und los geht es.
Für die Möhren je einen Fuß mit Gelb, Orange und einem Hauch Rot tönen, aufstehen und Fuß von oben aufs Papier drücken. An alle Zehen denken. Voila.
Die Möhren brauchen ein bisschen Grün, dann sind sie schon fertig. Das Blatt dann nach Wahl beschriften: „Liebe Oma, lieber Opa, möhrige Ostern wünscht euch …“



Für das „Hand-Hühnchen“:
Die linke Hand mit Gelb einpinseln, hier und da ein Klecks Orange und dann die Hand aufs Papier drücken. Am besten alle Finger gespreizt: Da hilft es, es kurz vor Erreichen des Blattes vorzumachen. Dann drei oder mehr Fingerkuppen anmalen und die Küken aufs Blatt bringen (hier nicht zu viel Wasser verwenden, weil sonst die Form sehr schnell verschmiert). Schließlich bekommen noch alle Beine, Füße und Schnäbel. Und schwups die wups, ist der Hühnerstall voll. Oster-Grüße draufgezaubert: Fertig.
 


Für das „Hand-Ohr-Häschen“:
Am besten nun die rechte, noch saubere Hand des Kindes mit Braun anmalen. Nicht zu viel Wasser nehmen, damit der Hase später eine Struktur erkennen lässt und nicht zu platschig wird. Den Daumen nicht anmalen oder beim Drucken an die Hand der Lütte anlegen. Finger wie beim Vulkanier-Gruß spreizen und hopplahopp aufs Papier gebracht. Ohren mit einem rosa Oval betonen, Augen, Nase, Mund und Schnurrbarthaare malen. Ostergrüße hinzu – super.



Schwierigkeitsgrad: Anfänger.
Das Kniffelige ist an dieser Last-Minute-Bastelei ist, mit sauberen Sachen aus der Nummer herauszukommen – viel Glück.




Die Romance Alliance wünscht Euch frohe Ostern!!!

Samstag, 15. April 2017

Orangen-Gurken-Salat mit Garnelen


Kennt ihr das? Man hat das Gefühl, man hat schon eine Fantastilliarde bunter Diäten ausprobiert und es kann doch einfach nichts Neues mehr geben? Und dann kommt wieder ein schlauer Mensch mit einem neuen Buch/Video/Trainingsprogramm um die Ecke. Und man denkt: den Sch... mach ich jetzt aber echt nicht mehr mit. Und dann kauft man es am Ende doch, könnte ja sein, dass die jetzt wirklich mal funktioniert. Und wenn ihr das nicht kennt, weil ihr zu den beneidenswerten Leuten gehört, die noch nie in ihrem Leben eine Diät machen mussten, behaltet das gefälligst für euch, denn ich verachte euch aus tiefstem Herzen … jedenfalls so ein kleines bisschen … manchmal … wenn ich gerade auf der Waage stehe. ;-) Nein, nicht in echt. Könnt ihr ja auch nix für. Bin nur ein bisschen neidisch.

Kurzum: ich probier gerade mal wieder was Neues. So neu ist es eigentlich nicht, aber ich hab es bisher noch nicht probiert. Mit zwei kleinen Kindern, die sich ausschließlich von Brot, Müsli, Nudeln und Kartoffelbrei ernähren könnten, finde ich es auch nicht so leicht, da nicht schwach zu werden. Langer Rede, kurzer Sinn, die Kohlenhydrate mussten vorläufig ihren Koffer nehmen und ich versuche es mal mit ketogen.

Deswegen gibt es heute:


Gurken-Orangen-Salat mit Garnelen

(pro Person)
1 Orange 
1/2 Romana-Herz 
1/2 Gurke 
Olivenöl 
Salz 
Cayenne-Pfeffer oder Chiliflocken 
Pfeffer 
Knoblauch 
Koriander 
Garnelen (TK oder frisch) 
Orange mit dem Messer schälen, so dass alles Weiße ab ist und in Scheiben schneiden (ich hab die Scheiben dann nochmal kleingeschnitten, um es besser auf die Gabel zu bekommen)
Gurke halbieren und mit dem Löffel entkernen, in dünne Scheibchen schneiden 
Salat kleinschneiden, waschen und trockenschleudern Den Salat auf dem Teller anrichten, Gurke dazu, Orange dazu, mit Pfeffer und Salz würzen und mit ordentlich Olivenöl beträufeln. 
Die Schalenabschnitte nehmen und aus dem darin verbliebenen Orangenrest noch den Saft rausdrücken und über den Teller geben. Salat mischen. 
Kokosöl in der Pfanne erhitzen, aufgetaute Garnelen (oder frische) hineingeben und braten. Zum Schluss Knoblauch in dünnen Scheibchen dazu und mit Koriander und Cayenne/Chili würzen. Über dem Salat anrichten.
War sehr lecker und macht satt. Ich hab ein Päckchen TK-Garnelen für mich allein gefuttert, aber es hätten auch weniger sein können. Reicht also definitiv auch für 2-3 Personen so ein Paket.




Dienstag, 11. April 2017

Jessie Weber unser Nordlicht mit Hang zur Historie




Jessie Weber ist Kielerin, gebürtig und überzeugt. Sie liebt es, das Meer vor der Tür zu haben und immer etwas frischen Wind um die Nase. Das Gerücht, dass es im Norden nur schlechtes Wetter gibt, dementiert sie aufs Äußerste und bestätigt, dass sie mindestens zwölfeinhalb Tage Sommer in den vergangenen drei Jahren erlebt hat. Diese fielen selbstverständlich nie in die Kieler Woche, aber das wäre ja auch zu viel verlangt. Überteuerte Cocktails schmecken sowieso viel besser, wenn sie noch zur Hälfte mit Regenwasser verdünnt werden!

Jessie schreibt am liebsten am Wochenende, möglichst frühmorgens, wenn alles noch schläft und sie nur durch das Geplapper ihrer sechs Wellensittiche gestört wird. Das kann allerdings manchmal extrem werden! Überhaupt ist keiner der Vögel mit den wohlklingenden Namen Blau, Grau, Gelb, Grün, Speedy und Rocky in irgendeiner Weise normal geraten. Aber was ist schon normal? Besonders Grau ist ein höchst sonderbarer Vogel. Durch eine Schnabelfehlstellung putzt er sich die Federn krumm und sieht somit aus wie ein explodiertes Federkissen. Außerdem hängt er gerne kopfüber an der Käfigdecke. Wahrscheinlich hält er sich für eine Fledermaus. Speedy und Rocky hatten ihre Namen übrigens schon, als sie in den Haushalt kamen. Sonst hätten sie wohl Weiß und Blau 2 geheißen … Wer sagt denn, dass Autorinnen in allen Lebenslagen immer kreativ sein müssen?

Eine weitere Lieblingsbeschäftigung ist das Anfertigen von Motivtorten. Jessie hat schon Barbiepuppen, Unterwasserwelten, Scheidungstorten und natürlich Bücher gebacken. Fotos davon und natürlich auch Informationen über ihre 'echten' Bücher gibt es auf ihrer Autorenseite zu sehen.

Außerdem reist sie mit Vorliebe in fremde Orte und Zeiten, sei es als Darstellerin auf Mittelaltermärkten oder im Urlaub, wenn sie ihre Familie mit Besuchen von alten Gemäuern und Museen quält. Hier holt sie sich Inspirationen für ihre historischen Romane. Auch zu Recherchezwecken und auf Buchmessen und anderen Veranstaltungen ist sie oft und gern unterwegs.




Bei Forever by Ullstein hat Jessie bereits drei historische Liebesromane veröffentlicht: Töchter der Tide, Töchter der Meere und Töchter der Stürme. Mehr dazu könnt ihr HIER nachlesen.

Montag, 10. April 2017

Osterlektüre: Ein Lollo Rosso für Sina von Jennifer Wellen

Unser neues Romance Alliance-Mitglied Jennifer Wellen hat passend für die Osterzeit einen booksnack, eine Kurzgeschichte für zwischendurch, veröffentlicht. Offiziell vorstellen werden wir euch Jennifer noch in der kommenden Zeit. Jetzt zeigen wir euch erst mal ihre Osterlektüre. Viel Spaß beim Lesen!

Lügen sind wie Ostereier
Das Pech klebt derzeit an Mariella wie ein alter Kaugummi. Ihr Mann ist vor Kurzem verstorben, sie weiß nicht, wie sie ihr Leben finanzieren soll und nun stirbt auch noch das Zwergkaninchen ihrer Tochter. Da sie der Kleinen aber nicht schon wieder einen Verlust zumuten möchte, erzählt sie ihr kurzerhand, der Osterhase hätte Widderdame Sina zum Helfen abkommandiert. Zudem erhält sie einen mysteriösen Brief, der das Abbild ihrer perfekten Ehe mit einem Schlag ins Wanken bringt. Deshalb begibt Mariella sich in der Zeit um Ostern nicht nur auf die Suche nach einer neuen Sina, sondern auch auf die Suche nach Antworten. Dabei muss sie allerdings erfahren, dass Tiere einzigartig und Lügen wie Ostereier sind. Je länger man nämlich daran festhält, desto schlechter werden sie ...

Samstag, 8. April 2017

Osterbastelei

Zu Ostern bastle ich, Bettina, gerne schnelle Geschenke mit meinen Kindern. Heute zeige ich euch, wie einfach Osterküken funktionieren. PS: weiter unten gibt es noch einen Tipp für Einhornfans.

Was ihr dazu braucht:
Eierkartons
Schere
rotes Papier
bunte Federn
schwarzer Stift
nach Belieben Wackelaugen oder andere Dekoration

Ich habe die Linie, an der ihr entlangschneiden müsst, am Eierkarton mit Bleistift eingezeichnet.




So sollte das Endergebnis für ein Huhn aussehen:


Pro Eierkarton lassen sich zwei solcher Hühner auschneiden. Für weitere fehlt leider die "Tragetasche". Danach geht es ans Dekorieren. Wenn vorhanden könnt ihr auch Wackelaugen verwenden. Der Schnabel der Hühner wird angeklebt. Ihr könnt auch einen Kamm ausschneiden und durch einen Schlitz am Kopf befestigen.


Das Endergebnis meiner Kids:


Viel Spaß beim Nachbasteln!

Wer übrigens auch zu Ostern nicht auf #Einhörner verzichten mag, für den gibt es hier: http://littleinspiration.com/2017/03/diy-unicorn-easter-eggs.html eine Anleitung für Einhornostereier!

Donnerstag, 6. April 2017

Kindheitserinnerungen unserer Autorinnen


Der zweite Donnerstag im Monat ist bei uns Throwback Thursday. Unsere Autorinnen erinnern sich gemeinsam mit euch an Bücher, die sie in der Kindheit geliebt haben. Auf unserer kleinen literarischen Zeitreise begleitet euch heute die Autorin Linne van Sythen.
 
Die Kinderzeche


Immer im Juli findet in zauberhafter Kulisse das berühmte Festspiel in Dinkelsbühl statt, in dem die Rettung der Stadt von 1632 nachgespielt wird. Damals, als Dinkelsbühl von schwedischen Truppen belagert wurde, konnte die Türmerstochter Lore mit Hilfe vieler Kinder den Feldherrn dazu bewegen, die Stadt zu verschonen und nicht zu zerstören. Ein farbenprächtiger Festzug und die Dinkelsbühler Knabenkapelle ziehen durch die Stadt und feiern ausgelassen die großartige Rettung. Bei einer atemberaubenden Fahrt im Karussell auf dem Volksfestplatz können die Dinkelsühler diesen ereignisreichen Tag nachvollziehen und ausklingen lassen!
Zur Kinderzeche gab es in meiner Jugend ein tolles und sehr spannendes Buch, das von allem erzählte. Ob ich es wirklich aufgespürt habe, ist eine andere Frage. Ich habe mich jedenfalls damals als Kind in Lore, die Retterin der Stadt hineingeträumt und fühlte mich so großartig wie nie bisher.  Als Mädchen gegen die Männertruppen!!! (Na, ein reichliches bisschen ist bis heute geblieben!) Wahrscheinlich war es diese Kinderbuchausgabe, die mich so begeistert hat:
 

Es war einmal in Dinkelsbühl
Text von Patricia Lee Gauch, Bilder von Tomie dePaola
€ 15,00
    
Dieses Kinderbuch enstand 1977 und erschien in Englischer Sprache (Originaltitel "Once upon a Dinkelsbuehl") zunächst bei G.P. Putnam´s in New York. Es entstand durch die Zusammenarbeit der hoch geschätzten Autorin Patricia Lee Gauch und des renommierten Illustrators Tomie dePaola, dessen Arbeit mehrfach mit Preisen honoriert wurde. In Deutschland erschien es erstmalig 1997 im Funkfeuer Verlag.


In "Es war einmal in Dinkelsbühl" greift Gauch die Legende der Dinkelsbühler Kinderzeche auf, die sie während eines Deutschland-Besuches kennengelernt hatte. Sie reduziert die Geschichte von Lore, der Türmerstochter, auf ihre wesentlichen Bestandteile und erzählt sie für Kinderohren (aber nicht nur) nach. So erfahren wir vom dramatischen Kampf um die Stadt, der alle Dinkelsbühler demoralisiert, alle bis auf eine kleine Stadtbewohnerin, Lore eben, die mit ihrem Kater Karli durch die Gassen turnt. Die Städter können sich des anrückenden Feindes nicht erwehren. Schließlich müssen sie die Stadt übergeben. Beim Einzug der siegreichen Soldaten versammeln sich alle Einwohner, nur Lore fehlt. Aber ihr ist eine ganz besondere Rolle zugedacht ...
Diese Geschichte hat Tomie dePaola mit den für ihn typischen, aufs wesentliche reduzierten, ausdrucksstarken Zeichnungen, teils bunt, teils in schwarz-weiß bebildert.

Erhältlich bei der Buchhandlung Bauer Dinkelsbühl

Dienstag, 4. April 2017

Interview mit Ines von "Grüße vom See"

Hier auf dem Romance Alliance Blog findet ihr regelmäßig interessante Einblicke in den Buchmarkt. Wir interviewen für euch verschiedene Akteure im Literaturbetrieb wie Blogger, Agenten, Lektoren und Verleger. Außerdem erfahrt ihr natürlich auch immer Interessantes aus dem Leben von uns Schreiberlingen. Heute möchte ich euch eine ganz liebe Bloggerin vorstellen, die mich bei meinen ersten Schritten als Autorin begleitet hat. Ines ist hauptberuflich Kunsthistorikerin und betreibt ein wirklich lesenswertes Blog namens Grüße vom See. Dort findet ihr nicht nur Leselisten und Buchrezensionen, sondern auch interessante Artikel zu Lifestyle-Themen, Rezepte und Kulturelles. 



Romance Alliance: Liebe Ines. Ich freue mich, dass wir dich und dein Blog vorstellen dürfen. Kannst du uns ein bisschen über dich erzählen?

Ines: Liebe Romance Alliance, vielen Dank, dass ich bei eurer spannenden Aktion dabei sein darf. Ich habe eine ganz ähnliche Kategorie auf dem Blog, Seegeplauder, die allerdings grade ein bisschen brach liegt. Mein Name ist Ines, ich komme aus Konstanz und habe Kunstgeschichte und Skandinavistik in Freiburg und Tromsø/ Nordnorwegen studiert. Nach meinem Magisterabschluss schreibe ich derzeit an meiner Doktorarbeit, die sich jetzt schon ein bisschen hinzieht, weil mir immer das Leben dazwischenkommt  Ich arbeite als freiberufliche Kunsthistorikerin und derzeit 50% als Elternzeitvertretung im Museum. Mein Kopf ist meist voller Ideen und ich muss sie aufschreiben, damit sie nicht verloren gehen und ich nicht zu viel Chaos im Kopf habe, typisch Ideenheld. Das Bloggen ist ein schönes, liebenswertes Hobby, das mir großen Spaß macht.



Romance Alliance: Wie bist du zum Bloggen gekommen? Was ist für dich der Reiz daran?
 

Ines: Zum Bloggen bin ich eigentlich ziemlich zufällig gekommen. Wie meist, wenn ich etwas will, dann muss ich es auch sofort machen. Ich habe schon lange Kontakt gehabt mit Isabella, die einen tollen Blog hatte, den sie leider geschlossen hat. So kam ich das erste Mal mit Blogs in Kontakt, die für mich völliges Neuland waren. Erst hab ich ein bisschen gehadert, ob ich auch einen eröffnen soll. Liest das überhaupt jemand? Gibt´s nicht schon genug etc. und dann hab ich ganz spontan einen Blog eingerichtet. Ich lese gerne und fand es eine schöne Idee über Bücher zu reden, zu erzählen was mir gefällt und was nicht. Schnell war dann aber klar, dass ich mich nicht auf Bücher beschränken will, weil es noch so viele andere Themen gibt, die mich auch interessieren. Und so kamen immer mehr Themen hinzu. Der Reiz am Bloggen ist für mich vielfältig. Ich schreibe gern, es ist also auch eine Übungswiese, ich kann über Themen reden, die mich interessieren und irgendwer wird es schon lesen. Man kommt in Kontakt mit wunderbaren Menschen, die man sonst vielleicht nie getroffen hätte. Man lernt immer neues, man sieht auch eigene Veränderungen und es macht einfach Riesenspaß und ist ein tolles Hobby.
 

Romance Alliance: Was ist für dich das große Motto deines Blogs?  

Ines: Puh, so ein richtiges Motto habe ich gar nicht. Es muss mir Spaß machen und ich mache nur Dinge bzw. schreibe nur über Dinge, die ich will. Anfangs dachte ich, man müsse dies und das machen, damit es ein „richtiger“ Blog ist, inzwischen weiß ich wie ich meinen Blog haben will. Vielleicht ist mein Motto also das Pippi-Langstrumpf-Motto „Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt“ (wobei das nicht nur auf den Blog zutrifft, ich versuche das auch in meinem Alltag).


Romance Alliance: Wie empfindest du die Zusammenarbeit mit bzw. die Unterstützung durch Verlage und Autoren?
Bisher habe ich nur positive Erfahrungen gemacht, auch wenn Absagen kamen auf meine Anfragen waren sie respektvoll. Ich arbeite zurzeit nur mit wenigen Verlagen zusammen, deren Rezensionsexemplare ich bekomme oder bei denen ich anfrage. Ich frage auch nur nach Exemplaren, die mich wirklich interessieren, mir ist ja klar, dass es ein Geben und Nehmen ist. Im Moment habe ich ein bisschen Zeitprobleme, daher schreibe ich in Anfrage-Mails auch immer gleich rein, dass die Rezension etwas dauern kann bzw. wenn mich das Buch gar nicht interessiert, dass ich nicht genug Zeit habe oder dass das Buch nicht zu meinem Lesegeschmack passt. Ich fände es unfair jemanden warten zu lassen. Die Autoren und Verlage brauchen die Rezensionen ja. In letzter Zeit bekomme ich von einer Dame regelmäßig das Angebot, dass ich doch ihr ebook (pro Mail ändert sich das Thema) mit einem von ihr vorgefertigten Text in meinem Blog einbinden könnte. Nein, danke. Ich schreibe selbst. Anfangs habe ich ihr noch geantwortet, inzwischen fliegt diese Mail direkt in den Papierkorb. Das ist aber wirklich eine Ausnahme, normalerweise habe ich immer tolle Anfragen und freu ich mich darüber sehr. Ich bin neugierig, was noch alles passieren wird.

Romance Alliance: Worauf achtest du, wenn du eine Rezension verfasst?
Das ist bei jedem Buch ein bisschen anders. Ich achte natürlich auf jeden Fall darauf, ob die Story für mich funktioniert oder ob ich das Gefühl habe, dass es hakt. Ob die Figuren ein Gefühl bei mir hervorrufen und gut konstruiert sind. Einfach ob die Geschichte stimmig ist. Bis zu ´nem gewissen Grad kann ich über Druckfehler hinwegsehen, wenn ich aber merke, dass man bei der Korrektur ordentlich geschludert hat, dann empfinde ich das schon als negativ. Ich schreibe nur Rezensionen über Bücher, die mir gefallen haben. Das heißt nicht, dass ich nicht auch anführe, was mir nicht gefallen hat. Aber ich schreibe keine Verrisse. Bisher hatte ich auch großes Glück bei der Wahl meiner Rezensionsexemplare. Als Kunsthistorikerin interessieren mich natürlich auch immer die Cover der Bücher, ob sie gut gemacht sind, ob sie zur Geschichte passen. Daher gibt es zu den Covern einen extra Abschnitt in meinen Rezensionen.

Romance Alliance: Welche Genres liest du am liebsten - und welche überhaupt nicht?
Bis vor kurzem hätte ich ganz spontan gesagt „Krimis“ und „Frauenromane“. Beim Aufräumen meines Blogs neulich ist mir aber aufgefallen, dass sich immer mehr Fantasy-Geschichten dazugesellt haben. Auch Kinder- und Jugendbücher lese ich gerne und auch mal das eine oder andere Sachbuch bzw. Erfahrungsberichte. Lustige Bücher lese ich auch immer wieder gerne. Aber der Schwerpunkt liegt schon bei Krimis und Frauenromanen. Sci-Fi interessiert mich nicht wirklich und bei Thrillern muss ich ein bisschen aufpassen. Ich habe zu viel Fantasie und wenn die Thriller zu gruselig sind, dann kann ich nicht mehr schlafen.

Romance Alliance: Gibt es einen Ort, an dem du am liebsten liest?
Meist lese ich auf dem Sofa, aber auch gerne im Garten oder im Zug. Aber ich habe keinen extra eingerichteten Leseplatz.

Romance Alliance: Kannst du uns ein Zitat aus einem Buch nennen, das dir besonders gut in Erinnerung geblieben und/oder dich in irgendeiner Weise geprägt hat?
Ne, leider hab ich da grad keins parat. Aber tolles Potential für solche Zitate bieten die Astrid Lindgren-Bücher und natürlich Harry Potter.

Romance Alliance: Mit welcher Aktion könnten Autoren dich reizen?


Oh, ich lass mich überraschen, was euch so einfällt  Wenn es zeitlich und inhaltlich passt bin ich dabei. Vielleicht plaudern wir über solche Ideen mal auf der Buchmesse?!
 

Romance Alliance: Du ernährst dich laktose- und glutenfrei und man kann auf deinem Blog auch entsprechende Rezepte finden. Musst du viel experimentieren, um "klassische" Rezepte für deine Ernährung abzuwandeln? 

Ich habe nach längerer Odyssee die Diagnose „glutensensitiv“ bekommen, das heißt, dass ich keine Zölliakie habe, aber mein Körper auf das Gluten negativ reagiert. Daher lebe ich weitgehend glutenfrei. Laktoseintolerant bin ich schon seit Jahren und grundsätzlich lebt man damit nicht schlecht. Die Reaktionen anderer Menschen zeigen mir aber regelmäßig, dass es für viele unvorstellbar ist, dass man damit überhaupt noch irgendwas essen kann. Das war ein Antrieb für mich die gluten- und laktosefreien Rezepte im Blog zu verstärken. Die alten Rezepte sind noch mit normalem Mehl. In der Regel nehme ich „normale“ Rezepte und wandle sie ab. Bei manchen Rezepten braucht es etwas Tüftelei (aber es gibt ja das Internet ), bei manchen klappt es schon beim ersten Mal, z.B. bei meinem Rezept für schwedische Schokotorte. Zurzeit experimentiere ich gerade mit den verschiedenen Mischungsverhältnissen der Ersatzmehle für Kuchen und Waffeln etc. Das Rumprobieren macht großen Spaß und man entdeckt ganz neue „Mehle“ und Backhelfer sowie Geschmacksnoten. In der Regel klappt eine 1-zu-1-Übersetzung aber nicht unbedingt.

Romance Alliance: Du bastelst auch gern und präsentierst die Ergebnisse auf deinem Blog. Woher beziehst du deine Inspirationen?


Ines: Oh, eigentlich kann man überall Inspirationen finden. Natürlich im Internet auf Blogs und in Youtube-Videos, aber auch in der „realen“ Welt. Meist fallen mir Sachen ein, wenn ich Bus- oder Zugfahre oder wenn ich Zeitschriften durchblättere, aber auch wenn man mit anderen kreativen Menschen redet. Ideen kann man überall finden, man muss sie dann nur lange genug behalten können, daher habe ich ein Dashboard in meinem Kalender und eine Notizbuch-App auf dem Handy, wo ich dann alles kurz notieren kann.

Romance Alliance: Wunschkonzert! Wenn du dir alles für dein Blog wünschen könntest, was wäre das?


Ines: Mehr technische Kenntnisse. Ich doktore immer ein bisschen rum und hab aber nicht wirklich ne Ahnung was ich da tue, hoffe aber immer, dass der Blog noch funktioniert, wenn ich auf „aktualisieren“ klicke. Vieles kann man sich ja durch Tutorials im Internet aneignen, aber bei vielem sind meine technischen Kenntnisse nicht so groß, dass ich mich traue in die Tiefe der Blog-Technik einzusteigen. Ich bräuchte quasi ´nen Technikkobold, dem ich sage dies und das möchte ich gern, und dann setzt er das für mich um. Ich hab nämlich meist nicht die Geduld mir ewig den Kopf über Technik zu zerbrechen.

Romance Alliance: Welchen Autor/welche Autorin (lebend oder tot) würdest du wirklich gern mal für dein Blog interviewen?


Auf jeden Fall Astrid Lindgren. Ihr Leben und Werk war Teil meiner mündlichen Magisterprüfung in Skandinavistik und sie war eine faszinierende Person. Sie würde ich gern mal erleben und mit ihr übers Schreiben und Fantasie reden. Aber vermutlich wäre ich so gebannt von ihr, dass mit keine Fragen einfallen würden…

Romance Alliance: Was ist für dich die größte Schwierigkeit oder Herausforderung am Bloggen?


Die Regelmäßigkeit, wenn´s hektisch wird. Mein Wunsch ist, dass ich zweimal die Woche blogge, aber das klappt nicht immer, was aber auch ok ist. Wenn es halt nicht klappt, dann klappt´s halt nicht. Da muss ich noch etwas üben, dass ich mich nicht zu sehr unter Druck setze mich an irgendwelche angeblich wichtigen Vorgaben zu orientieren. Außerdem bin ich neugierig wie viele Bodensee-Blogger es gibt. Ein paar hab ich schon entdeckt, aber da gibt’s bestimmt noch mehr. Mich auch mit einigen hiervon zu vernetzen, fände ich schön und ist eine Herausforderung.

Romance Alliance: Welche Top 3 Tipps würdest du jemandem geben, der mit dem Bloggen beginnen möchte?


1.    Wenn es dir ernst ist und es finanziell möglich ist, hoste deinen Blog von Anfang an selbst, das erspart dir viel Arbeit und Tränen.
2.    Fang einfach an. Kein Blog war von Anfang an perfekt. Bloggen ist eine lebendige Angelegenheit. Interessen ändern sich, das darf man an deinem Blog sehen.
3.    Hab Spaß und freu dich über deine Erfolge! Mach das, was du willst und wie du es willst. Dich interessieren rote Schuhe? Blog darüber! Du möchtest nur einmal im Monat bloggen? Mach es! Du willst damit Geld verdienen? Versuch es! Es soll ein Hobby sein? Super, viel Spaß damit! Lass dich nicht beeinflussen wie ein Blog zu sein hat. Ich hasse diese Vorgaben, nur wenn du dies und das tust oder dein Blog so oder so aussieht, wird dein Blog Erfolg haben. Erfolg muss jeder für sich selbst definieren. 


Liebe Ines, vielen Dank für dieses interessante Interview. Ich wünsche dir und deinem Blog viele treue Leser und dass dir nie die Ideen ausgehen mögen. 



Für die Romance Alliance von Dorothea Stiller

Samstag, 1. April 2017

Comfort Food gefällig?

Auch gutes Essen kann das Herz erwärmen. Neben geistiger Nahrung in Form von Büchern und Erhellendem aus der Literaturwelt gibt es deshalb von uns auch immer mal wieder Rezepte zum Ausprobieren. Unser heutiges Rezept kommt von unserer Autorin Anne Gard:


Geht es euch auch so? Täglich die gleiche Frage – was koche ich heute?
Deswegen gibt es hier bei uns in Zukunft regelmäßig Food-Posts. Mit Freude teilen wir unsere Lieblingsrezepte mit euch.
Lasst es euch schmecken!

Spiralnudel mit Fleisch-Pilz-Ragout
Zutaten:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200 g gemischte Pilze (Z.B. Champignons, Steinpilze, Pfifferlinge, Austernpilze)
6 reife Tomaten (oder 2 Dosen Pizzatomaten)
300 g Hähnchenbrustfilet
50 g durchwachsener geräucherter Speck (am Stück)
200 g Rinderhackfleisch
¼ l trockener Weißwein
400 g Spiralnudel
Salz Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:
Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Pilze putzen, trocken abreiben und je nach Größe ganz lassen oder in mundgerechte Stücke schneiden. Die Tomaten überbrühen, häuten, vierteln, entkernen und in Würfel schneiden.
Das Hähnchenbrustfilet waschen, trocken tupfen und klein schneiden. Den Speck in Würfel schneiden.
Den Speck in einer Pfanne ohne Fett knusprig braten. Die Zwiebelwürfel dazugeben und anbraten. Hackfleisch, Hähnchenbrust und Knoblauch hinzufügen und kurz mitbraten. Den Wein dazu gießen und etwas einkochen lassen.
Inzwischen die Spiralnudeln nach Packungsanweisung in reichlich kochendem Salzwasser bissfest garen.
Sobald der Wein nahezu verkocht ist, die Tomatenwürfel und die Pilze in die Sauce geben und weiterschmoren. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Spiralnudeln in ein Sieb abgießen, abtropfen lassen und mit der Sauce mischen.